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Slide Slide Slide Umstrittene Pestizide

Seit geraumer Zeit erweisen sich öffentliche Debatten über Pflanzenbehandlungsmittel (oder Pestizide oder Pflanzenschutzmittel) oft als zu einfach, zu kurz greifend und mit Fehlern und Unwahrheiten behaftet. Es finden keine seriösen Diskussionen zu diesem Thema statt. Eine kleine Personengruppe fühlte sich von dieser Situation herausgefordert und hat sich für die Ausarbeitung dieses Dokuments engagiert.

Die Autoren kommen aus der landwirtschaftlichen Praxis, der landwirtschaftlichen Beratung und der landwirtschaftlichen Forschung.

Das Argumentarium kommentiert die am häufigsten geäusserten Behauptungen zu Pestiziden. Jede Behauptung wird zusammenfassend beurteilt (richtig, falsch, teilweise richtig usw.). Zudem sind präzisere Informationen und Informationsquellen angefügt. Das ermöglicht es Interessierten, tiefer in die Thematik einzusteigen.

Dieses Dokument basiert auf dem aktuellen Wissensstand. Werden den Autoren neue technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse zugetragen, werden diese laufend integriert. Die landwirtschaftlichen Produktionsaspekten gehen mehr in die Tiefe als andere Aspekte.

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Alle Landwirte sitzen im selben Boot !

Alle Landwirte sitzen im selben Boot im Hinblick auf ihre mit vielen Unsicherheiten behaftete Zukunft. Insbesondere die Fragen zur Reduzierung oder Abschaffung von Pflanzenschutzmitteln sind nicht einfach zu beantworten. Viele Bauern verwenden chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel (z.B. Glyphosat in Kombination mit Direktsaat) mit dem aufrichtigen Wunsch, ihre Böden zu verbessern. Sie suchen nach Möglichkeiten, die Dosierung zu reduzieren, dies mit lobenswerten Ergebnissen. Wir teilen die Einschätzung, dass die überwiegende Mehrheit der Landwirte bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln die geltenden Richtlinien und Gesetzen einhält. All diesen Landwirten zollen wir unseren grossen Respekt. Gemeinsam mit ihnen (und nicht ohne oder gegen sie), sollen Wege gesucht werden, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

Kurze Begriffserklärung zu Pestiziden:

 

Pestizid: Dieser Oberbegriff umfasst hauptsächlich Herbizide, Insektizide, Fungizide, aber auch viele andere Substanzen, die zur Bekämpfung von Schadorganismen eingesetzt werden.

Chemisch-synthetische Pestizide: (oft als „chemische Pestizide“ oder „Chemikalien“ bezeichnet). Sie werden mittels chemischer Prozesse hergestellt und die meisten kommen in der Natur nicht vor.

Natürliche Pestizide: (auch als biologische Pestizide bekannt). Die entsprechenden Wirkstoffe bringt die Natur selber hervor. Dennoch müssen die Mittel für den Biolandbau zugelassen sein.

Biolandbau und Agrarökologie

Im vorliegenden Dokument verwenden wir beide Begriffe, um von einer Landwirtschaft zu sprechen, die ohne chemisch-synthetische Pestizide auskommt, gleichzeitig aber moderne und innovative Techniken anwendet und versucht, bestehende Probleme durch einen ganzheitlichen Ansatz zu lösen. Der Biolandbau ist durch eine sehr präzise Gesetzgebung und eigene Richtlinien definiert. Die Betriebe werden von Zertifizierungsstellen kontrolliert. Die Agrarökologie ihrerseits ist ein Ansatz, bei dem Techniken eingesetzt werden, die manchmal über das für eine Zertifizierung im ökologischen Landbau erforderliche Minimum hinausgehen

Definition der Agrarökologie im folgenden Artikel : Mit Agrarökologie den Welthunger stillen. Beti L., 2020, Eine Welt)

Folgen des Verzichts auf chemisch-synthetische Pestizide

Tatsächlich stellen viele Landwirte, die auf chemisch-synthetische Pestizide verzichten wollen auf Biolandbau um. Aber das ist nicht die einzige Option. Andere Landwirte, die ebenfalls auf chemisch-synthetische Pestizide verzichten möchten, betreiben weiterhin konventionelle Landwirtschaft und setzen z.B. chemisch-synthetische Düngemittel oder im Biolandbau nicht zugelassenen Techniken ein. Gleichzeitig sind sie offen für verschiedene ökologische Massnahmen (Förderung der Biodiversität, vielfältigere Fruchtfolge, Einsatz organischer Düngemittel usw.). Es gibt sogar Marken und Labels, mit denen Produkte von diesen Betrieben zwischen konventioneller Landwirtschaft und Biolandbau ausgezeichnet werden.