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Glossar

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Azadirachtin

Azadirachtin ist eine organische Verbindung aus der Familie der Limonoide, die in dem aus Neemsamen gewonnenen Öl enthalten ist.

Beikraut

Pflanzen, die spontan wachsen und in Konkurrenz zu den Nutzpflanzen steht (auch als Unkraut bekannt). Wenn Unkräuter Überhand nehmen, können sie schädlich für die Pflanzenproduktion sein, können aber je nachdem auch nützlich sein (Bodenbedeckung, Bodenlockerung durch Durchwurzelung, etc.).

Betriebsmittel / Hilfstoffe

In der Landwirtschaft sind Hilfstoffe (auch Betriebsmittel genant) die verschiedenen Produkte und Mittel, die für die landwirtschaftliche Produktion gebraucht werden und auf dem Land oder auf dem Hof gebraucht werden. Dieser Begriff umfasst hauptsächlich Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Setzlinge.

Biogasgülle/Gärgut

Dies sind die Rückstände oder “vergorene” Abfälle, die bei der anoxischen Vergärung von Biomasse bei der Biogas-Herstellung entstehen. Das Gärgut setzt sich aus nicht abgebauten organischen Stoffen und mineralisierten Stoffen zusammen. Nach der Behandlung kann es als schnell verfügbaren Dünger verwendet werden.

Biologische Bekämpfung

Bezieht sich auf den Einsatz von lebenden Organismen, um Schädlinge zu dezimieren oder von der Kultur entfernt zu halten.

Chemisch

Eine chemische Substanz oder ein chemisches Produkt (manchmal auch als Reinstoff bezeichnet) bezeichnet eine charakteristische Eigenschaft eines Stoffes (Farbe, Geruch, Dichte, Schmelzpunkt usw.) unabhängig von seiner Herkunft. Chemische Substanzen können natürlich vorkommen oder künstlich, also vom Menschen hergestellt sein.

Der Begriff “Chemikalie” wird oft verwendet, um eine von der Industrie synthetisch hergestellte Substanz zu charakterisieren.

Chemische Bekämpfung

Bezeichnet die Verwendung von synthetischen, resp. chemisch hergestellten Pflanzenschutzmitteln, um Kulturen zu schützen.

Cocktail-Effekt

Werden verschiedene chemische Substanzen miteinander gemischt und als Mischung eingesetzt, kann dies im Gegensatz zur Anwendung in Reinform negative Folgen für die menschliche Gesundheit mit sich bringen.

Zudem kann die gleichzeitige Exposition mehrerer verschiedener Chemikalien die schädliche Wirkung der einzelnen Substanzen verstärken oder unerwartete Wirkungen hervorrufen. Derzeit sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung von Cocktaileffekten relativ gering, aber Mischungseffekte rücken je länger desto mehr in den Fokus der Ökotoxikologie-Forschung. Der Cocktail-Effekt konnte in mehreren Fällen bei Tieren, aber auch bei bestimmten Medikamenten beim Menschen nachgewiesen werden. Die Forschung schreitet stetig voran.

DDT

DDT (oder Dichlordiphenyltrichlorethan) ist eine (chlororganische) Chemikalie, die 1874 synthetisiert wurde. Die biozide Eigenschaft wurde aber erst in den späten 1930er Jahren entdeckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es schnell zum meistverwendeten modernen Insektizid. In den 1970er Jahren wurde es jedoch in den meisten Ländern wegen seiner hohen Umwelt- und Gesundheitsbelastung verboten. Aufgrund seiner hohen Persistenz sind jedoch auch heute noch Spuren davon im Boden zu finden.

Direktsaat

Die Direktsaat ist ein Anbausystem, bei dem das Saatgut ohne vorgängige Bodenbearbeitung direkt in den Boden gebracht wird. Der Boden ist zum Zeitpunkt der Saat noch bedeckt mit lebenden oder abgestorbene Pflanzen (Mulch). Durch spezielle Scharen (Scheiben-, Zinken- oder Seitenscheibenscharen) wird nur ein Schlitz zur Ablage des Saatgutes in den Boden gezogen. Gleichzeitig können Düngemittel in den Boden eingebracht werden.

Fruchtfolge

Die Fruchtfolge ist die zeitliche Abfolge der Kulturen auf derselben Parzelle. Sie ist ein wichtiges Element für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und des Pflanzenschutzes und damit ein Plus für die Ertragssteigerung.

Gründünger

Eine Gründüngung ist eine Kultur aus einer oder mehreren meist schnell wachsenden Pflanzenarten, die zur Verbesserung und zum Schutz des Bodens angebaut wird. Sie wird auch als Bodendecker bezeichnet.

Hilfstoffe  /  Betriebsmittel

In der Landwirtschaft sind Hilfstoffe (auch Betriebsmittel genant) die verschiedenen Produkte und Mittel, die für die landwirtschaftliche Produktion gebraucht werden und auf dem Land oder auf dem Hof gebraucht werden. Dieser Begriff umfasst hauptsächlich Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Setzlinge.

Hofdünger

Hofdünger umfasst Mist und Gülle von landwirtschaftlichen Nutztieren, die in landwirtschaftlichen Betrieben gehalten werden. Mist besteht aus tierischen Exkrementen und Einstreu aus dem Stall, sowie Stroh oder Sägemehl. Auch der in landwirtschaftlichen Betrieben erzeugte Kompost wird im weitesten Sinne als Hofdünger bezeichnet. Hofdünger enthält die für das Pflanzenwachstum notwendigen Nährstoffe und ist daher ein wertvoller Rohstoff für die Pflanzenproduktion.

Kunstwiese

Wiese (Grünland), die angesät wird und ein bis mehrere Jahre als Kulturpflanze (Futterbau) genutzt wird und dann durch eine andere Kultur abgelöst wird. Die Kunstwiese zählt zu der Fruchtfolgefläche und wird wie andere Wiesen genutzt, also gemäht oder abgeweidet. Kunstwiesen bestehen aus einer Mischung von Gräsern mit einer oder mehreren Leguminosen.

Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit wird seit den 1990er Jahren verwendet, um eine Lebensweise der Gesellschaft zu bezeichnen, die es ihr erlaubt, langfristig zu überleben. In der Landwirtschaft bezieht er sich auf ein landwirtschaftliches Produktionssystem, das darauf abzielt, eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu gewährleisten und dabei die ökologischen, ökonomischen und sozialen Grenzen zu respektieren, die die Aufrechterhaltung dieser Produktion im Laufe der Zeit sicherstellen.

ÖLN

Ökologischer Leistungsnachweis: Mindestanforderungen an ökologischen Leistungen auf dem gesamten Betrieb, die erfüllt werden müssen, um Direktzahlungen (Landwirtschaftsbeiträge) zu erhalten. Diese sind ein wichtiger Bestandteil des Einkommens von Schweizer Betrieben (Art. 11 DZV).

Produktionstechnik

Logische und geordnete Kombination von Techniken, die auf einer landwirtschaftlichen Parzelle eingesetzt werden, um ein Produkt zu erhalten (auch Anbaustechnik)

Pestizid

Ein Pestizid ist ein Stoff, der zur Bekämpfung von Organismen verwendet wird, die als Schädlinge gelten. Es ist ein Oberbegriff für Insektizide, Fungizide, Herbizide und Biozide. Pestizide haben eine biozide Wirkung und werden zur Bekämpfung von lebenden Organismen eingesetzt – sei es Pflanzen, Pilze oder Insekten.

Pheromone

Pheromone sind Lock- oder Botenstoffe, die von Tieren abgesondert werden, um mit anderen Individuen gleicher Art kommunizieren zu können. Während der Fortpflanzungsphase sondern beispielsweise Insekten Pheromone ab, um Individuen des anderen Geschlechts zu signalisieren, dass sie paarungsbereit sind und um diese anzulocken. Einige Pheromone sind sehr aktiv, wirken schon in kleinen Mengen und können mehrere Kilometer weit transportiert und nachgewiesen werden.

Dieses Verfahren wird in der Landwirtschaft eingesetzt, um Schadinsekten anzulocken und einzufangen oder von der Kultur fernzuhalten.

Physische Bekämpfung / Mechanische Bekämpfung

Besteht in der Verwendung von mechanischen, thermischen, elektrischen oder pneumatischen Verfahren zur Kontrolle von Unkräutern.

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Pflanzenschutzmittel sind die Pestizide die in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Raubmilbe

Milben sind eine Unterklasse der Spinnentiere (Spinnen). Raubmilben sind die häufigsten natürlichen Feinde von Thripsen und phytophagen Milben in vielen Gemüsekulturen.

Schad- oder Toleranzschwellen

Schadschwellen legen die Grenze fest, ab der ein durch einen Schadorganismus verursachter Schaden einen zu großen agronomischen Verlust und/oder für den Markt unannehmbare Qualitätsmängel darstellt. Sie definiert also beispielsweise eine Populationsdichte von Schädlingen, deren Überschreitung ein Eingreifen erfordert. Sind bei die Kosten der Verluste oder Qualitätseinbussen grösser als gerechnet werden muss die größer sind als die Kosten des Eingriffes um den Schaden zu verhindern.

Systemische Pflanzenschutzmittel

Systemische Pflanzenschutzmittel werden von der Pflanze aufgenommen und in alle Gewebe (Blätter, Blüten, Wurzeln, Stängel sowie Pollen und Nektar) transportiert. Systemische PSM stehen im Gegensatz zu anderen Pflanzenschutzmitteln (Kontaktmittel), die auf der Oberfläche der behandelten Pflanze (Blätter, Samenstand) verbleiben und nicht in die Pflanze eindringen.

Beispiele: Glyphosat (Herbizid), Gaucho (neonikotinoides Insektizid), Chlorothalonil (Fungizid)

Schädlinge

Schädlinge sind lebende Organismen, die den Kulturpflanzen schaden und meistens wirtschaftliche Verluste verursachen (Insekten, Krankheiten, Viren, Unkräuter, etc.).

Aktivsubstanz

Die Substanz, welche für die Wirkung verantwortlich ist. Diese Aktivsubstanz ist Bestanteil eines Pflanzenschutzmittels, eines Mikroorganismus oder eines Virus und wirkt allgemein oder spezifisch auf Schadorganismen oder auf Pflanzen (Unkraut, Krankheiten, Schädlinge usw.).

Reduzierte Bodenbearbeitung

Reduzierte Bodenbearbeitung, oder Vereinfachte Bodenbearbeitung ist die Verringerung der Bodenbearbeitung im Vergleich zu klassischen Verfahren (Pflügen) für die Saat einer neuen Kultur.

Spritzfenster

Ein Spritzfenster ist eine Fläche von einigen Quadratmetern, die ohne eine präzise Pflanzenschutzbehandlung bleibt. Die im Fenster wachsende Kultur wird mit der auf dem restlichen Feld wachsenden Kultur verglichen. Dieser Vergleich ermöglicht eine Beurteilung, ob die Behandlung notwendig war oder nicht.  Diese Information kann nützlich sein, um nachfolgende Behandlungen zu minimieren.

Typhlodrominae

Raubmilben der Familie Phytoseiidae, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung von phytophagen Milben spielen, die v.a. im Rebbau von Bedeutung sind (hauptsächlich rote und gelbe Milben). Typhlodrominae befinden sich hauptsächlich auf der Unterseite der Blätter, meist versteckt an den Blattadern. Auch in Abwesenheit von Beutetieren können sie sich von Pollen ernähren, der entweder im Gras der Reben oder auf der Oberfläche der Blätter vorhanden ist.

Unkraut

Pflanzen, die spontan wachsen und in Konkurrenz zu den Nutzpflanzen steht (auch als Beikraut bekannt). Wenn Unkräuter Überhand nehmen, können sie schädlich für die Pflanzenproduktion sein, können aber je nachdem auch nützlich sein (Bodenbedeckung, Bodenlockerung durch Durchwurzelung, etc.).