m

Aenean sollicitudin, lorem quis bibendum auctor, nisi elit.

m
Image Alt
Die Welt zu ernähren

Ohne chemisch-synthetische Pestizide wird die Landwirtschaft im Jahr 2050 nicht mehr in der Lage sein, die Welt zu ernähren

FALSCH

Die Ernährung der Weltbevölerung hängt nicht allein von den landwirtschaftlichen Produktionskapazitäten ab. Der Beweis dafür ist, dass heute Millionen von Menschen an Hunger sterben, obwohl Pestizide erlaubt sind. Verschwendung, Essgewohnheiten, Zersiedelung der Landschaft und die Produktion von Agrotreibstoffen sind alles Faktoren, die zum Welthunger beitragen.

Grundlegende Bedingungen für die Welternährung im Jahr 2050

Wird der völlige Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide (und damit die globale Verlagerung der Landwirtschaft hin zu Agrarökologie, Biolandwirtschaft oder anderen Techniken) es ermöglichen, den Planeten im Jahr 2050 zu ernähren? Dies ist möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind.

  • Reduzierung der Lebensmittelverschwendung
  • Reduzierung des Fleisch- (hauptsächlich Geflügel und Schweine) und Eierverzehrs (also Nahrungsmittel, deren Produktion die Produktion von Lebensmitteln für den direkten menschlichen Verzehr konkurrenziert
  • Verzicht auf Agrotreibstoffe (betrifft die Schweiz nur am Rande)

Bio kann einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten (Müller M., Schader C., 2018, Agrarforschung Schweiz, 2018.

Aussichten für die Ernährung (AGRI, 20.12.2019) (auf Französisch)

Zusätzliche Bedingungen

Zusätzlich zu den drei oben genannten Bedingungen muss noch Folgendes hinzukommen:

  • Reduzierung der Zersiedelung und des Verbrauchs der besten landwirtschaftlichen Nutzflächen.
  • Die Politik muss den Verbrauch von Bioprodukten fördern.
  • Die Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft erhöhen durch den Einsatz innovativer Techniken wie Mischkulturen, Agroforstwirtschaft, Permakultur usw.
  • Die Umsetzung all dieser Massnahmen wird von Staat und Gesellschaft einen hohen Einsatz erfordern.

Bescheiden bleiben, aber klar in Bezug auf die einzusetzenden Mittel sein

Bei den Prognosen für das Jahr 2050 ist Bescheidenheit unweigerlich das Gebot der Stunde. Auch wenn die Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden, seriös sind, fragen sich einige führende Wissenschaftler, ob bestimmte Produktionen immer noch Behandlungen mit chemisch-synthetischen Produkten erfordern werden. Dies ändert nichts an der Notwendigkeit, alles zu tun, um diese Produkte, die der Umwelt und dem Menschen schaden und für deren Verwendung die Menschheit die Kontrolle verloren hat, so schnell wie möglich zu beseitigen.

Die Ernährung der Welt ist eine Herausforderung – mit oder ohne chemisch-synthetische Pestizide